TRAUNKREIS VET CLINIC - Zentrale Ried im Traunkreis

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Ein beträchtlicher Teil der Operationen wird endoskopisch durchgeführt.


Orthopädische Chirurgie

Die orthopädische Chirurgie befasst sich mit Erkrankungen der Knochen und Gelenke. Dabei haben wachstumsbedingte Erkrankungen des Bewegungsapparates einen besonderen Stellenwert. Aber auch Lahmheiten ausgewachsener oder älterer Tiere müssen oft chirurgisch behandelt werden.





Osteochondrose des Oberarmkopfes

Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Schultergelenkes, die bei Jungtieren (5-7 Monate) der großen Rassen und Riesenrassen (z.B.: Doggen, Irischer Wolfhund, Jagdhunde, Labrador, Schäfer) vorkommt.
Durch einen Fehler im Reifungsprozess des Oberarmkopfes kommt es zu einer hohen Verdichtung des Gelenkknorpels. An dieser Stelle stirbt der Gelenkknorpel ab, kann sich ablösen und als "Gelenkmaus" frei im Gelenk "herumschwirren".
Viele Hunde erkranken an beiden Schultergelenken, fast alle Tiere gehen aber nur einseitig lahm. In den meisten Fällen kann die "Gelenkmaus" arthroskopisch entfernt werden.


Eine Abflachung am hinteren Rand des Oberarmkopfes (Pfeil) deutet auf eine Knorpeldegeneration hin

Ansicht einer abgelösten Knorpelschuppe im Schultergelenk

Die abgelöste Knorpelschuppe ("Gelenkmaus") wird mit einem sogenannten Elevator abgehoben

Unsere Chirurgen bei der Durchführung einer arthroskopischen Operation

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Entfernung einer Knorpelschuppe (Osteochondrosis dissecans) im Schultergelenk


Das Handling mit der Arthroskopiekamera und den Instrumenten erfordert viel Erfahrung und Übung

Die abgelöste Knorpelschuppe wird in mehreren Teilstücken durch ein winziges Portal entfernt. Hier ein Größenvergleich mit einer Münze

Ellenbogengelenksdysplasie (ED)

Die Ellenbogengelenksdysplasie ist eine wachstumsbedingte Erkrankung des Ellenbogengelenkes, die vor allem bei Labrador, Golden Retriever, Schäferhund, Rottweiler und Berner Sennenhund auftritt. Sie besteht aus einer oder mehreren der folgenden Gelenkserkrankungen:


  1. abgebrochener Kronfortsatz der Elle (frakturierter Processus coronoideus, (FCP)
  2. unvereinigter Processus anconaeus der Elle (UAP)
  3. lösgelöste Knorpelschuppe des inneren Rollkammes des Oberarmknochens (OCD, Osteochondrosis dissecans)


In den ersten beiden Fällen nimmt man an, dass ein ungleiches Längenwachstum zwischen Elle und Speiche für die Erkrankung verantwortlich ist.

Die Diagnose und Behandlung der ED ist seit vielen Jahren ein wichtiges Spezialgebiet unserer Klinik. Neben der klinischen Untersuchung und der Anfertigung von Röntgenbildern hat sich die Computertomographie als ein wichtiges Hilfsmittel etabliert. Sie erlaubt uns, auch kleine abgebrochene Knochenstückchen einwandfrei zu erkennen und den Gesamtzustand des Gelenkes besser beurteilen zu können. Eine eventuelle Operation kann auf diese Weise sinnvoll geplant und der Besitzer über Prognosen für den Patienten detaillierter informiert werden. Selbstverständlich führen unsere erfahrenen Chirurgen die weitaus meisten Operationen am Ellbogengelenk auf schonende Weise arthroskopisch (Schlüssellochchirurgie) durch. Eine 3 Clip Kamera der letzten Generation, die speziell für die Endoskopie entwickelt wurde, ermöglicht eine hochauflösende, stark vergrößerte Darstellung der Gelenksflächen. Mit feinsten Instrumenten und einem modernen Arthroskopie-Fräser (Shaver) können wir durch zwei winzige Öffnungen Knochen-/Knorpelfragmente entfernen. Diese Operationstechnik ist für den Patienten im Anschluss weitaus weniger schmerzhaft, die Heilungsdauer kann verkürzt werden und die Resultate sind besser als bei der konventionellen Chirurgie am offenen Gelenk.





Eine Verdichtung (sog. Sklerosierung) der gelenksnahen Elle (Pfeil) erweckt den Verdacht auf einen abgebrochenen Kronfortsatz (FCP) und stellt die Indikation für eine Untersuchung mittels Computertomographie dar

Computertomographische Darstellung eines abgebrochenen Kronfortsatzes (FCP) im Ellbogengelenk (Pfeil)





Unsere Chirurgen bei einer arthroskopischen Ellbogengelenks-Operation





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Endoskopie des Ellbogens mit Gelenksmaus


Ansicht eines abgebrochenen Kronfortsatzes (FCP) im Ellbogengelenk

Das abgebrochene Knorpel-Knochenfragment wird mit einer Arthroskopiezange erfaßt und aus dem Gelenk entfernt

Ansicht einer abgelösten Knorpelschuppe ("Gelenkmaus") im Ellbogengelenk

Aufsicht auf das sogenannte "Mausbett", das heißt jenen Bereich, von dem sich der degenerierte Gelenkknorpel abgelöst hat und sich die "Gelenkmaus" frei im Ellbogengelenk bewegt

Durch die frühe Diagnose und rechtzeitig durchgeführte arthroskopische Ellbogenglenks-Operation kann dieser Jagdhund wieder an Wettkämpfen teilnehmen





Hüftgelenksdysplasie (HD)

Die Hüftgelenksdysplasie findet man häufig bei mittleren bis großen Hunderassen. Sowohl erbliche Komponenten, als auch ein schnelles Wachstum werden dafür verantwortlich gemacht. Die Bänder des Hüftgelenkes sind dabei nicht stark genug, um den Oberschenkelkopf in der Hüftgelenkspfanne zu halten. Dies führt zu einer Lockerung des Gelenkes (Subluxation). Bei der Bewegung scheuert der lockere Oberschenkelkopf an der Gelenkspfanne des Beckens. Dadurch kommt es sehr rasch zu schweren Abnützungserscheinungen (Arthrosen).

Die Tierklinik Sattledt ist offiziell autorisiert HD Röntgenuntersuchungen durchzuführen!

Damit ein offizielles HD-Röntgen fachgerecht angefertigt werden kann, muß Ihr Hund kurzfristig narkotisiert und korrekt gelagert werden

Normale Gelenke ohne Anzeichen einer Hüftgelenksdysplasie. Die Oberschenkelköpfe befinden sich tief in der Gelenkspfanne

Hüftgelenksdysplasie ohne Arthrosen. Die Oberschenkelköpfe befinden sich nicht tief genug in der Gelenkspfanne (Subluxationsstellung)

Hochgradige Hüftgelenksdysplasie mit starken Arthrosen. Die Oberschenkelköpfe sind pilzförmig verformt. Zahlreiche Auflagerungen findet man im Bereich des gesamten Hüftgelenkes

Höchstgradige Hüftgelenksdysplasie mit sehr starken Arthrosen

Hüftgelenksdysplasie im Anfangsstadium. Durch eine Operation (Beckenschwenkung, TPO = Triple Pelvic Osteotomy) können die Oberschenkelköpfe wieder in ihre richtige Position gebracht werden

Knochenmodell der dreifachen Beckenschwenkung (TPO). Bei dieser Methode wird das Becken seitwärts gekippt und mit einer Platte fixiert. Dies bewirkt eine verbesserte Fixierung des Oberschenkelkopfes in der Beckenpfanne

Die Beckenschwenkung (TPO) führt nur bei Junghunden zu dauerhaftem Erfolg

Massiv veränderter Oberschenkelkopf (siehe Pfeile), welcher chirurgisch entfernt wurde (siehe rechts). Diese Operationsmethode führt fast immer zum Erfolg

Bei diesem Hund wurden im Abstand von einem halben Jahr beide Oberschenkelköpfe entfernt

Einen wesentlichen Beitrag zur raschen Genesung leistet die Physiotherapie. Das Training am Unterwasserlaufband macht den meisten Patienten Spaß!


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Kontrollaufnahme ein halbes Jahr nach der 2. Operation. Ausgedehnte Spaziergänge sind jetzt wieder möglich



Kreuzbandriss

Eine der häufigsten erworbenen Erkrankungen des Kniegelenkes ist der Riss des vorderen Kreuzbandes. Das Gelenk wird vollkommen instabil, es kommt zur Schädigung des Meniskus und zur Bildung starker Arthrosen. Wir wenden für die Operation des Kreuzbandrisses eine in den USA entwickelte Technik an.
Es handelt sich um die sogenannte TPLO (Tibia Plateau Levelling Osteotomy), bei der die Ergebnisse im Gegensatz zu älteren Techniken (seitliches Halteband) wesentlich besser sind und Spätschäden sehr gut verhindert werden.

Typische Entlastung nach einem akuten Kreuzbandriss

So sitzt ein Hund mit zwei gesunden Kniegelenken

Typischerweise können Hunde, die an einer Kniegelenkslahmheit leiden, das betroffene Knie beim Sitzen nicht vollständig abwinkeln

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Der Beweis für einen Kreuzbandriss ist das sogenannte "Schubladenphänomen". Das heißt, dass sich Ober- und Unterschenkel im Kniegelenk aneinander verschieben lassen. Wenn diese Instabilität nicht schnell behoben wird, führt dies zu Knorpelabrieb, Arthrosenbildung und Meniskusschaden

Seitliche Röntgenaufnahme beider Kniegelenke eines Hundes mit Kreuzbandriss. Im Vergleich kann man die entzündungsbedingt vermehrte Gelenkfüllung (Pfeil) deutlich erkennen

Die anatomischen Gegebenheiten müssen vor einer TPLO-Operation genau vermessen werden; die Messungen werden mit einem Spezialprogramm am PC durchgeführt

Die Schnittführung für die Umstellung des Unterschenkelplateaus ist der heikelste Moment der TPLO-Operation. Hier sind Erfahrung und Routine besonders wichtig

Nachdem das Unterschenkel-Plateau gedreht worden ist, wird es mit einer Platte fixiert

Nahaufnahme des Operationssitus nach dem Aufbringen der Spezial-Platte. Wir sind selbstverständlich bemüht, die Operationswunde so klein als möglich zu halten

Röntgenaufnahme eines Hunde-Kniegelenkes unmittelbar nach einer TPLO-Operation. Man beachte die Stufenbildung am Hinterrand des Unterschenkels und die kräftige Platte samt Schrauben

Das Kniegelenk zwei Monate nach der Operation: Die Stufe am Hinterrand des Unterschenkels ist nicht mehr zu sehen - das Knie ist ausgeheilt!




Unfallchirurgie

Ihr Tier ist verunfallt? Wir sind jederzeit für Sie da - 24 Stunden am Tag.

Im Notfall können wir rund um die Uhr ein Operationsteam bereitstellen.

Seit über 20 Jahren ist unsere Klinik auf Unfallchirurgie und Traumatologie spezialisiert. Erfahrene Chirurgen versorgen Ihren Patienten nach aktuellem Stand der Wissenschaft. Durch die hochmoderne Ausstattung unserer Klinik können wir jede Art von Knochenbrüchen nach den Standards der AO (Arbeitsgemeinschaft Osteosynthese) versorgen. Dabei verwenden wir für jede Fraktur ein individuell geeignetes Fixationssystem. Sogenannte winkelstabile Systeme, die "klassische" DCP-Platte, Fingerplättchen, Fixateure extern, Nägel, - für Ihren Liebling steht jederzeit ein breites Spektrum verschiedener Implantate bereit. So sind wir in der Lage, Osteosynthese auf hohem Niveau zu betreiben, damit ihr Tier wieder schnell auf die Beine kommt.



Komplizierte Oberschenkel-Splitterfraktur bei einem Jagdhund nach einem Autounfall

Der gebrochene Oberschenkel wurde mit einer Platte versorgt, die Heilung ist bereits sehr weit fortgeschritten





Durch einen Autounfall erlitt dieser Golden Retriever einen Beckenbruch

Stabilisierung mittels einer 6-Loch-Platte, der Hund kann wieder laufen!





Röntgenaufnahme der in der Garagentür eingeklemmten Pfote eines Mischlingshundes. Drei Mittelfußknochen sind gebrochen

Die Knochenbrüche werden mit Spezial-Titanplättchen (Schraubendurchmesser: 1,3 mm!) versorgt

Ein versteifter Verband schützt den Fuß vor übermäßiger Belastung





Selbst äußerst komplizierte Kieferfrakturen führen, wenn sie adäquat versorgt werden, zu einem guten optischen und funktionellen Ergebnis

Um postoperativ eine ausreichende Ernährung zu gewährleisten, werden diese Patienten meistens über eine Ernährungssonde gefüttert





Ein Pferdetritt verursachte bei diesem Mischlingsrüden einen komplizierten Bruch des Schädeldaches. Die einzelnen Splitter sind deutlich zu erkennen

Die einzelnen Bruchstücke wurden mittels Mini-Platten und Schrauben adaptiert

Der Bruch ist versorgt, die Wunde wurde vernäht und der Hund kann wieder aufwachen





Multiple Knochenbrüche bei einer Katze nach einem Autounfall

Versorgung der Frakturen mit unterschiedlichen Techniken

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Eine völlige Wiederherstellung konnte erreicht werden



Wirbelsäulenchirurgie

Die Neurochirurgie hat als die "Königsklasse" der Chirurgie an unserer Klinik einen besonderen Stellenwert. Neben der klinisch-neurologischen Untersuchung stehen uns durch das digitale Röntgen, die Kontrastmitteluntersuchung (Myelographie) und die Computertomographie als weitreichende Möglichkeiten zur Verfügung. Durch diese Untersuchungsmethoden können wir bei Wirbelsäulen- und Rückenmarkserkrankungen eine akkurate Diagnose stellen, die optimale Behandlung auswählen und Sie als Besitzer über den Verlauf und die Prognosen informieren.
Unsere speziell ausgebildeten Chirurgen sind in der Lage, Bandscheiben- oder Lendenwirbelsäulenoperationen (sogenannte Cauda-Equina-Operationen) routiniert durchzuführen.

Diese Computertomographie-Darstellung zeigt einen Querschnitt in der Höhe der Lendenwirbelsäule. Der Rückenmarkskanal ist unverändert

Im Vergleich dazu ist auf diesem Computertomographie-Bild ein verkalkter Bandscheibenvorfall deutlich zu sehen





Kontrastmitteldarstellung der Brust- und Lendenwirbelsäule eines Hundes (sogenannte Myelographie). Zwischen zwei der dargestellten Wirbel ist eine verkalkte Bandscheibe sichtbar (Pfeil), die darüber im Wirbelkanal verlaufende Kontrastmittelsäule ist an dieser Stelle unterbrochen





Diese Myelographie zeigt eine Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) im Halswirbelsäulenbereich. Man sieht deutlich die angehobene Kontrastmittelsäule

Die verkalkte, unregelmäßige Brückenbildung zwischen der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein ist ein röntgenologischer Hinweis auf ein sogenanntes Cauda-Equina-Syndrom (Einklemmung der letzten Rückenmarksnervenwurzel)

So wird ein Bandscheibenvorfall operiert: Der Wirbelkanal wird aufgefräst, bis das Rückenmark sichtbar ist. Die vorgefallenen Bandscheibenmassen (Pfeil) werden entfernt

Darstellung einer sogenannten Cauda-Equina-Operation: Das Wirbeldach zwischen Kreuzbein und Lendenwirbelsäule ist aufgefräst, um Platz für die eingeklemmten Nerven zu schaffen

Die Hinterbeine dieser Katze waren fast vollständig gelähmt


Mit der Computertomographie konnte ein Tumor im Wirbelkanal (grau, linker Pfeil) gefunden werden, der das Rückenmark (dunkel, rechter Pfeil) stark verdrängte bzw. einquetschte


Der Tumor konnte chirurgisch entfernt werden


Drei Wochen später konnte die Katze wieder laufen